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Reise in die Vergangenheit: Montefiascone, Bolsenasee und Civita di Bagnoregio

Montefiascone mit Blick auf den Bolsenasee

Auf dieser Tour unternehmen wir eine Zeitreise ins mittelalterliche Italien. Eine 90-minütige Fahrt bringt uns nach Montefiascone, eines der schönsten Hügelstädtchen Mittelitaliens. Schon von weitem sieht man das Städtchen hoch oben auf dem Rand eines alten Vulkans sitzen, wobei die Umrisse der Kuppel der Kathedrale ein sehr markantes Wahrzeichen sind.

Am Rande der Stadt halten wir an, um die interessante romanische Kirche San Flaviano zu sehen, die auf zwei Ebenen angelegt ist (ein bisschen wie San Clemente in Rom!). In der Unterkirche befinden sich einige sehr schöne Fresken, mittelalterliche Reliefs sowie das Grab des in der Stadt verstorbenen Pilgers Johann Fugger. Der Überlieferung nach teilte ihm sein Kammerdiener mit, wo er exzellenten Wein finden konnte, indem er Est! auf den Ladentüren der empfohlenen Wirtschaften schrieb. In Montefiascone war der Wein so gut, dass er Est! Est!! Est!!! an den Stadttoren schrieb.

Man erzählt, dass Fugger in Montefiascone starb, weil er sich weigerte, die Stadt jemals wieder zu verlassen, nachdem er den Weißwein probiert hatte, für den diese Region berühmt ist.

Montefiascone überblickt den Bolsenasee, den größten unter den vulkanischen Seen, die die Landschaft rund um Rom prägen.

Der See liegt inmitten einer idyllischen Landschaft mit sanften Hügeln und grünen Weinbergen und hat ein paar kleine Inseln, die sich in Privatbesitz befinden, und die man bei einer Bootsfahrt auf dem See gut sehen kann.

Martana Insel auf dem Bolsenasee

Das hübsche Städtchen Bolsena liegt direkt am Ufer des Sees und ist berühmt für seine Kathedrale, die im 13. Jahrhundert Zeuge eines Wunders wurde, als ein Priester, der an der Anwesenheit des Leibes Christi in der Eucharistie zweifelte, aus der geweihten Hostie Blut fliessen sah. An das Wunder erinnert im Juni das religiöse Fest Fronleichnam.

Rocca Monaldeschi, die mittelalterliche Burg in Bolsena

Nach dem Mittagessen in einem netten Restaurant direkt am Ufer fahren wir zu unserem nächsten Ziel, dem atemberaubenden Dorf Civita di Bagnoregio. Die Landschaft wechselt von Weinbergen bis hin zu fantastischen Felsformationen namens „Calanchi“, tiefe Erosionsfurchen in den tonigen Boden.

Civita di Bagnoregio

Civita di Bagnoregio ist mit seinen zerbröckelnden Ruinen auf einem steilen Berggipfel und nur über eine Fußgängerbrücke erreichbar, die die Klippe hinaufführt, sicherlich eine der am dramatischsten gelegenen Städte Italiens. Civita di Bagnoregio wurde ursprünglich vor mehr als 2.500 Jahren von den Etruskern erbaut und verfügt über eine faszinierende Geschichte und dank seiner abgelegenen Lage eine Fülle gut erhaltener mittelalterlicher Gebäude.

Aufgrund der Erosion, die die meisten Einwohner zum Umziehen veranlasste, sind die gepflasterten Straßen und Steinhäuser von Civita di Bagnoregio heute fast menschenleer und hinterlassen eine eindringlich schöne Erinnerung an die Vergangenheit. Die einzigartig gelegene Stadt erwacht im Sommer immer noch zum Leben, wenn Teilzeitbewohner zurückkehren, um Touristen und Besucher willkommen zu heißen, die die atemberaubende Aussicht genießen und durch die Stadt schlendern, die von der Modernität übersehen wurde.

Alte Häuser aus Naturstein in Civita di Bagnoregio

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